









Klappentext: Der Umbilicus, heiliges Artefakt und Nabel der hesindianischen Glaubenwelt, ist verschwunden. Zur gleichen Zeit stirbt ein Magister unter geheimnisvollen Umständen. Während der Draconiter Borson Erantes nach dem Verbleib der Reliquie forscht, sucht Avesa Farfara, die junge Schülerin des Toten, nach dem Mörder ihres Meisters. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Geliebten, dem Stadtgardisten Horadan, und ihrem Jugendfreund Dartan, einem Dieb aus Aldtenküslich. In beiden Fällen verdichten sich die Spuren auf einen undurchschaubaren Magier. Welches düstere Geheimnis umgibt ihn? Und welche Rolle spielt der »Kreis der Sechs«, ein geheimer Bund mächtiger Magier, der in der Vergangenheit die Geschicke Aventuriens beeinflusste?
Der Kreis der Sechs ist der erste Band des Zweiteilers Drachenschatten, der von den Umtrieben uralter Kulte im Lieblichen Feld erzählt, deren Ursprung in einer Zeit lange vor den Menschen liegt, als Echsenwesen und Drachen das Land beherrschten.
»Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs ist ein interessanter DSA-Roman im Dunstkreis der aktuellen DSA-Großkampagne Die Drachenchronik. Die Handlung ist durchdacht und spannend. Jedoch weist das Buch für meinen Geschmack zu viele (wenn auch zumeist kleinere) Schwächen auf, die den Lesegenuss unnötig mindern. Der Roman richtet sich bevorzug an DSA-Veteranen. Einsteiger sollten eventuell zu einer leichteren Lektüre greifen.«
»Dieser DSA Roman ist wirklich gelungen, er ist spannend vom Anfang bis zum Schluss, die Charaktere sind schön ausgearbeitet und behalten immer etwas geheimnisvolles für sich. Die immer wieder neu auftauchenden Wendungen halten die Atmosphäre und Stimmung auf einem hohem Level. «
»Der Roman hat mir gut gefallen, vorallem die zweite Hälfte. Das Buch braucht seine Zeit um in fahrt zu kommen, doch dann legt man es kaum mehr auf weg. Die Story ist durchdacht und gut strukturiert aufgebaut. Die Charakteren sind stereotypisch, wirken dennoch symphatisch.
Grauenhaft sind die Sprachfehler in dieser Publikation. Es ist ein Graus wie unprofessionel und schlampig im Lektorat des Fanpro-Verlages gearbeitet wird.
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»Vom Handwerklichen her ein eher durchschnittlicher Roman, die Story nimmt erst ab Mitte des Buches etwas Fahrt auf, worher ist er doch etwas langweilig. Das mag daran liegen, dass der Autor aus allem und jedem ein Geheimnis macht und man so in der ersten Buchhälfte eigentlich kaum etwas erfährt was die Story voranbringt.
»Die Dramaturgie des Romans hat mich restlos überzeugt, der Schreibstil und manche inhaltliche Kleinigkeit leider nicht. [...] Diese Defizite sind aber verzeihbar, da der Roman ansonsten nicht nur eine gute Story hat, sondern auch ein farbenfrohes und stimmungsvolles Bild Aventuriens und insbesondere Kusliks mit glaubwürdigen Charakteren zeichnet.«
»Der Roman Der Kreis der Sechs von Michael Masberg besticht durch eine intelligent aufgebaute Geschichte und gutes Timing. Die mythischen Hintergründe der Spielwelt des Schwarzen Auges werden gekonnt in die Erzählung eingebaut, bei der es sich im Kern um eine Detektivgeschichte handelt. Das Wechselspiel von Haupt- und Nebenerzählung treibt die Geschichte voran und erzeugt die vom Leser erwartete Spannung.
»Der sehr bildliche Schreibstil ließ mich schnell in die Atmosphäre des Romans eintauchen. Die Geschichte ist spannend erzählt und enthält sowohl voraussehbare wie auch überraschende Entwicklungen. [...] Die volle Punktzahl gebe ich nur aus geschmacklichen Gründen nicht, da ich einen zeitweilig auftauchenden "ich-Erzähler" nicht mag und auch ein anderes Ende als einen klassischen "Cliffhanger" bevorzugt hätte.«Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs erzählt die Geschichte der jungen Magierin Avesa, die gemeinsam mit ihrem Geliebten Horadan und dem Dieb Dartan versucht, den Mord an ihrem Lehrmeister aufzuklären. Je tiefer die Protagonisten nachforschen, umso undurchschaubarer und mysteriöser wird der Vorfall, zumal scheinbar fast zeitgleich ein zentrales Artefakt der Hesinde-Kirche entwendet wurde. Im Laufe ihrer Ermittlungen werden die Charaktere nicht nur mit uralter Magie konfrontiert, sondern müssen auch feststellen, dass es anscheinend Kräfte gibt, denen an der Aufklärung der Vorkommnisse wenig gelegen ist. In einem zweiten Handlungsbogen beschäftig sich der Roman mit dem Magier Killgorn, der den Auftrag erhält, einen magischen Geheimbund zu infiltrieren.
Eine Besonderheit bei der Erzählung ist die Tatsache, dass die beiden Handlungsstränge asynchron verlaufen, Während die Handlung um Avesa in der aventurischen Gegenwart spielt, ereignet sich die Handlung um Killgorn im Jahr 1009 BF. Während die beiden Handlungsstränge zunächst den Anschein erwecken, nichts miteinander zu tun zu haben, zeigt sich im Laufe der Erzählung erwartungsgemäß, dass beide Handlungen auf ein gemeinsames Ziel zusteuern.
Die Geschichte wird vom Autor spannend und interessant erzählt. Die Handlung ist durchdacht und schlüssig. Der Roman beginnt gemächlich und benötigt eine gewisse Zeit, um in Fahrt zu kommen. In der zweiten Hälfte gewinnt das Buch zunehmend an Spannung. Etwas negativ fällt der Cliffhanger am Ende auf, der den Leser mit einem relativ unbefriedigenden Ergebnis und der Hoffung auf ein zügiges Erscheinen des zweiten Teils zurück lässt.
Die Charakterzeichnung hinterlässt bei mir einen gemischten Eindruck. Eigentlich sind die Charaktere interessant und glaubwürdig dargestellt. Leider sind die Protagonisten jedoch gleichzeitig stereotyp und meines Erachtens etwas überzogen klischeehaft gezeichnet. Eine Identifikation mit den Figuren ist daher nicht ganz einfach. Aus diesem Raster heraus fällt Killgorn, der mit seiner zynischen und überheblichen Art fast schon ein "Antiheld" ist.
In diesem Zusammenhang fallen auch insbesondere Avesas Fähigkeiten recht negativ auf. Berücksichtigt man, was ihr in magischer Hinsicht so alles problemlos von der Hand geht, ist sie entweder von Schicksal begünstigt oder verfügt für ihr Alter über außergewöhnlich umfangreiche magische Erfahrung. Dadurch wirkt der Charakter zuweilen nur bedingt glaubwürdig.
Etwas störend fand ich auch die Vermengung zweier Erzählperspektiven. Während das Buch eigentlich in der klassischen Perspektive der dritten Person erzählt wird, finden sich immer wieder Abschnitte, die in der Ich-Perspektive verfasst wurde. Ich bin ohnehin kein Freund dieser Perspektive, und die Koexistenz zweier Perspektiven im selben Roman macht das Thema alles andere als besser.
Ebenfalls störend ist das "Magierbosperano", das in Der Kreis der Sechs immer wieder gesprochen wird. Unabhängig davon, dass die Texte meiner Einschätzung nach nicht grammatikalisch korrekt ins Lateinische übertragen sind, wird die Nachschlagerei im Glossar auch störend und bremst den Lesefluss, ohne dass die Erzählung dadurch einen Mehrwert bekommt.
Die Geschichte selbst dagegen ist quasi perfekt in den aventurischen Hintergrund eingebettet. Man merkt hier deutlich, dass der Autor über umfangreiche DSA-Erfahrung verfügt. Es gelingt Michael Masberg hervorragend, das regionale Flair des Horasreiches einzufangen und zum Leser zu transportieren.
Layout
Der Kreis der Sechs erscheint im Paperbackformat. Das Titelbild zeigt ein verhülltes Wesen, bei dem es sich anscheinend um eine Art Echsenmensch handelt. Der Roman verfügt über ein sehr gutes Glossar, das aufgrund der vielen in Buch verwendeten Fachbegriffe auch dringend notwendig ist. Eine Dramatis Personae fehlt leider.
Fazit
Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs ist ein interessanter DSA-Roman im Dunstkreis der aktuellen DSA-Großkampagne Die Drachenchronik. Die Handlung ist durchdacht und spannend. Jedoch weist das Buch für meinen Geschmack zu viele (wenn auch zumeist kleinere) Schwächen auf, die den Lesegenuss unnötig mindern. Der Roman richtet sich bevorzug an DSA-Veteranen. Einsteiger sollten evtl. zu einer leichteren Lektüre greifen. Von mir erhält Der Kreis der Sechs gerade noch 7 von 10 Punkten.
© 2009 by Marc Völker
Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH.