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Thema: Charaktere: Saya di Zeforika


Szass Tam

  12.09.2008, 23:48 - Beitrag
Ich bin gerade beim Lesen von "Märchenwälder, Zauberflüsse" über eine Randbemerkung gestoßen, die mich etwas irritiert. Um hier nicht zu spoilern kennzeichne ich das Folgende als Meisterinformation.
Meisterinformationen Sayas Lebenslauf:
Saya die Zeforika wird im Abenteuer "Eichhornschweif und Schmiedeschürze" als Mitglied des Nekromantenrats beschrieben. War sie das mal? Bilde mir ein, in "Masken der Macht" (Achtung! Nicht weiterlesen, falls man das noch spielen will!!) gelesen zu haben, dass sie in Mengbilla von den Helden ermeuchelt wird und sich seit der Fraternitas Uthari-Geschichte dort aufgehalten hat. Ist jetzt nicht weiter schlimm, ist wie gesagt nur eine Randbemerkung im Abenteuer, ein Vorschlag für eine Gegenspielerin praktisch; aber es würde mich dennoch interessieren, ob die Gute eine Zeit lang in Warunk mitgemischt hat.
  13.09.2008, 00:26 - Beitrag
Ähm ... wo wird dei Dame im besagten AB erwähnt?
Finde da nur Herrn Mengreyth ... würde mich auch wundern, die Dame in dieser Region anzutreffen, hängt sie doch seit min. 4 ABs im Lieblihen Felde herum.
  13.09.2008, 00:33 - Beitrag
Hm, interessant. Aus der Borbarad-Box läßt sich entnehmen, daß sie kurzfristig in der Warunkei gewese sein muß, da sie dort unter den Machtgestalten beschrieben wird. Danach müßte sie sich nach dem Scheitern mit Sumus Kelch aus dem LF zurückgezogen haben, um an der Seite Borbarads zu kämpfen.

Szass Tam

  13.09.2008, 12:47 - Beitrag
Sie wird in "Eichhornschweif und Schmiedeschürze" auf S. 69 erwähnt, allerdings, wie gesagt, nur als Beispiel für einen Widersacher.

Bin mir jetzt auch nicht sicher, was genau "Masken der Macht" zu entnehmen ist, habe das gerade nicht parat. Möglicherweise war sie zwischenzeitlich in der Warunkei und ist dann wieder im Intrigenspiel Mengbillas untergetaucht. Die Frage ist, warum sie das hätte tun sollen, wenn sie noch vor nicht allzu langer Zeit einen Posten im Nekromantenrat innehatte. Und soweit ich weiß, gibts den Nekromantenrat ja noch nicht solange, sondern erst seit des Drachen "Tod".

Athanasius

  13.09.2008, 17:09 - Beitrag
Aus Masken der Macht schließe ich, dass Saya im Zuge von "Artistenschuh und rote Bälle" (1027 BF) ins Lf bzw. in den Westen zurückgekehrt ist. Das kann natürlich eigentlich nicht sein, wenn sie in Eichhornschweif (1029 BF) irgendwo in den Schwarzen Landen rumlaufen würde.
Steht denn in EuS explizit drin sie sei Mitglied des Nekromantenrates?
Möglicherweise liegt da auch eine Verwechslung mit ihrem Vetter (?) Murak di Zeforika vor.
  13.09.2008, 21:13 - Beitrag
Aha, sie können mit irh - zb. Kontakt aufnehmen ...
hm, schelchtes Beispiel, weil die besagte Dame bereits zu diesem Zeitpunkt wieder im LF weilte ... (Da wurde wohl in der Redax etwas nicht genau abgesprochen - oder es liegt tatsächlich eine Verwechslung vor)

Quendan ausgeloggt

  21.10.2008, 09:22 - Beitrag
Zwar etwas spät, aber ich hab es nicht eher gesehen: Es ist in der Tat ein Fall von mangelnder Kommunikation. Als E&S entstand hatte ich keine Ahnung, dass Saya in MdM ins Horasreich gesetzt wird. Ich hab sie auf Basis von Borbarads Erben weiter in der Warunkei verortet vermutet. Auch meine Redakteurin und meine Korrekturleser hatten scheinbar keine Ahnung. Zum Glück ist es nur eine Randbemerkung, daher ist es nicht so ärgerlich.
  21.10.2008, 10:17 - Beitrag
Hallo!

Hab ihr "Eichhornschweif und Schmiedeschürze" schon gespielt und Erfahrungen damit gemacht?
  21.10.2008, 10:31 - Beitrag
Ich habe es damals halt testgespielt, das ist ja nochmal was anderes als ein Spiel aus dem Buch. Was genau magst du denn wissen? Stell die Frage ruhig wieder drüben im richtigen Thread, ich antworte dann da. ;-)

Szass Tam

  23.10.2008, 00:35 - Beitrag
Oh, danke schön für die Aufklärung. Dachte mir, dass da einfach aufgrund der zeitgleichen Entstehung zweier Abenteuer einfach etwas übersehen wurde. Und ja, es ist eine bloße Randbemerkung, also nicht weiter tragisch. Interessant ist sowieso, weshalb sie dann plötzlich ins Horasreich versetzt wurde. Was ich mich erinnern kann, wird das auch in MdM nicht wirklich klar.

Siminomenes

  23.10.2008, 02:06 - Beitrag
Zitat von Szass Tam:
Interessant ist sowieso, weshalb sie dann plötzlich ins Horasreich versetzt wurde.
Weil sie dahin gehört, vermute ich mal. Die Dame ist der wichtigste Widersacher in der Aarensteinkampagne und taucht in Sumus Kelch nochmal auf. Sie in die SL zu versetzen war sowieso ein Griff ins Klo. Am besten wäre es vermutlich gewesen, ihr das Moriarty-Ende zu lassen und gut is'; aber es gibt einfach zu viele DSA-Köche, die es nicht über sich bringen, NSC sterben zu lassen. Dadurch sind schon viele an sich gute NSC verhunzt worden.

Nevelung

  23.10.2008, 21:19 - Beitrag
Tatsächlich ist sie ja nicht im Lieblichen Feld sondern in Mengbilla untergetaucht. Die Königsmacher-Kampagne hat mir über weite Teile extrem gut gefallen, aber das Ende von Saya fand ich etwas unspektakulär. Ich finde, die Dame hätte etwas Bombastischeres verdient. Nur so als Statement. Ich habe dieses Abenteuer deshalb einfach nicht in der Kampagne gespielt, um sie mir für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben.

Ghulsgrottner

  24.10.2008, 00:58 - Beitrag
Sie war aber auch längst über ihren Zenit hinaus, finde ich. Niederlage auf Niederlage muss nicht immer dazu führen, dass ein Bösewicht mit noch etwas Größerem auffährt.

Nevelung

  24.10.2008, 21:59 - Beitrag
Stimmt auch wieder.
  03.12.2009, 15:26 - Beitrag
Könnte mir jemand in Besitz der Königsmacher-Kampagne mal per MI-Tag mitteilen unter welchen Umständen Saya di Zeforika dort stirbt?

Bzw was ist ihre Rolle dort? Bei der Wiki erfährt man nichts genaueres

Varana

  04.12.2009, 19:03 - Beitrag
Meisterinformationen Saya und Königsmacher:
Unter welchen Umständen: Sie wird von den Helden geplättet. ;)

Ihre Rolle: Das ist eine ausgewalzte Nebenquest in Mengbilla - im Zuge ihrer Quest geraten die Helden in die Auseinandersetzungen um die "Wahl" eines neuen mengbillaner Großadmirals, und Saya mischt da im Hintergrund mit, indem sie versucht, Einfluß in Mengbilla zu gewinnen.
Für die eigentliche Kampagne ist das nicht wichtig, das Szenario ist im wesentlichen optional.
  04.12.2009, 19:42 - Beitrag
Die Dame wird in einem optionalen Nebenszenario abserviert?! Wow, dass ist echt unwürdig.

Chaogirdja

  04.12.2009, 20:31 - Beitrag
@Herr der Nacht
Nein... WIRKLICH unwürdig, ist es ohne jedes Secenario ab serviert zu werden. Wie es einer gewissen unter kühlten Person derzeit passiert *fg*
  08.02.2010, 15:40 - Beitrag
Hi, ich benötige noch mal Input hinsichtlich der Dame und ihrer Umtriebe um 1022 BF herum

Dazu helfen sowohl echte Quellen als auch Inspiration und selbstausgedachtes, da wohl einige Lücken auftauchen werden.

Ich poste mal meine bisherige Chronologie zu ihr:
vorsicht, dicke, dicke Spoiler zu G7, Aarenstein-Kampagne, Königsmacher-Kampagne, Sumus Kelch und weiteren diversen Abenteuern
Meisterinformationen G7, Königsmacher, Sumus Kelch, unter der Dämonenkrone etc...:
1017: Borbarad erscheint Saya Rondra

1017 in Visionen und beauftragt sie mit der Vernichtung des lieblichen Feldes

1018 BF: Saya wirkt in Drol ein Magnum Opus der Pestilenz und hetzt damit die Rote Keuche auf das Gebiet zwischen Drol und Methumis zwischen Efferd und Boron

1020 BF: Saya versucht Sumus Kelch zu rauben, danach wird sie wohl zurück in Borbarads Heerlager beordert um rechtzeitig zur Schlacht anwesend zu sein

1021 ING 21 BF: Saya streitet in der dritten Dämonenschlacht auf Seiten Borbarads und kontrolliert hier einige der Nephazzim

1022 BF: Saya wird im neugegründeten Reich des untoten Drachen zur Baronin von Natterngras ernannt

1022 BF: In Xeraans Reich kauft sie sich die Position einer Prophetin Borbarads (sozusagen der Titel einer einfachen Geweihten)

1027 BF: Saya intrigiert in Methumis und wird irgendwann in Mengbilla während der Königsmacher-Kampagne abserviert
bisher nur vermutet:
1019/1020 BF: Magnum Opus der Nekromantie in Tobrien, hier könnte Saya als mächtige Nekromantin daran teilgenommen haben

bisher von mir eingebaut:
1021 BF, nach der Dämonenschlacht: Saya zieht Richtung Brabak. Durch ihren ehemaligen Lehrmeister und Bekannten Pölberra erfährt sie vom letzten Rückzugsort eines alten Wudu-Stammes. Mit einer Expedition mehrerer Magier bricht sie dorthin auf. Einige kommen bei der Dschungelreise ums Leben (was Saya durchaus beabsichtigt), andere durch die agressiven Wudu-Waldmenschen. Schließlich kann Saya den Stamm mittels ihrer Zauberkraft und Dämonenbeherrschung unterwerfen und die örtlichen altechsische Ruinen erforschen. Hier findet sie das Ritual um sich ein kristallenes Herz zu erschaffen, dass ihr ewiges Leben und ewige Jugend ermöglicht, sowie nahezu vollständigen, physischenn Schutz. Das Ritual wird beinahe von einer Expedition von Rabengardisten unterbrochen, kann jedoch zuende gebracht werden, unter Opferung einiger Rabengardisten.

1022 BF: Saya zieht es zurück nach Chorhop, wo sie..


Ja, und da hängt es bei mir. Was kann die Gute in Chorhop wollen, was ist allgemein ihr Plan und ihre Rolle nach Borbarads Ende? Sie hat eine Baronie in den Warunker Landen die wohl nicht wirklich attraktiv sind mit all den Untoten und der armen Landbevölkerung.

Sucht sie vielleicht nach Mitteln ihre Herrschaft in der Warunkei zu verstärken, zu vergrößern? Will sie sich bei Rhazzazor gutstellen? Ist sie im Auftrag des Nekromantenrats unterwegs.

Ich bitte um Inspiration die explizit auch komplett frei ausgedacht sein kann, schließlich gibt es für diese Zeiten keine Quellen.

Carragen

  08.02.2010, 16:04 - Beitrag
Sie will etwas aus Adnan Zeforikas Besitz. Informationen kann sie von Murak di Zeforika bekommen haben. Oder sie will den Despoten dämonischen Verlockungen aussetzten und brechen, so dass sie ihn als Geldgeber gewinnen kann.

Ein anderer Ansatz kann ihr Privatkrieg mit Menchal ak'Taran sein. Über einen Informanten, den sie in die Fraternitas Utharia eingeschleust hat, erfährt sie von einem wichtigen Vorhaben der Bruderschaft in Chorhop - vielleicht sogar unter persönlicher Führung von Menchal.
  08.02.2010, 16:20 - Beitrag
Ah, die Mengbillaner reinbringen. Puhh, muss ich mal sehen ob meine Kampagne da noch eine zusätzliche Partei verträt ;)

Zeforika als Geldgeber zu gewinnen wäre ganz nett, vielleicht kann sie ja im Auftrag von Xeraan unterwegs sein (immerhin hat sie ja bei ihm einen Geweihtentitel der Borbaradianer gekauft).
  08.02.2010, 18:41 - Beitrag
;)

Hat noch jemand Ideen was Saya di Zeforika so gegen 1022/1023 BF in Chorhop machen könnte?*

Die Idee für Xeraan zu vermitteln hat was, ebenso könnte man ja noch etwas mit Leichen einbauen (immerhin ist sie auch eine recht gute Nekromantin)
  08.02.2010, 21:00 - Beitrag
Wenn ich das richtig verstehe, ist Saya in deiner Zeitlinie durch das Ritual mit dem Kristallherz praktisch unsterblich. Daraus kann man doch bestimmt etwas machen.

Bestimmt will sie es nicht die ganze Zeit mit sich herumschleppen, sonst könnte es noch in Gefahr geraten, wenn sie sich selbst in gefährliche Situationen begibt. Vielleicht sucht sie ja auch einen sicheren Ort, um das Kristallherz aufzubewahren. Da würde sich Chorhop ja durchaus anbieten, immerhin gehört die Stadt zwar nominell zum Kalifat, hat aber praktisch keine starke Zentralgewalt. Eine Magierakademie gibt es auch nicht, die Dichte an Zauberkundigen, die hier bei magischen Routineuntersuchungen auf das Herz stoßen könnten ist vermutlich sehr gering.

Die Schwarzen Lande selbst sind für so ein Artefakt bestimmt im Gegensatz nicht so toll geeignet, wer den Nekromantenrat als Freund hat braucht sowieso keine Feinde. Genug Magiedichte um das Herz aufzuspüren gibt es in Warunk oder meinentwegen auch Natternrgras allemal, aber wer würde so ein Artefakt schon in Chorhop suchen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen?

Außerdem könnte man hier auch vielleicht mal in relativ ungefährlicher Umgebung die Grenzen der eigenen Unverwundbarkeit austesten. Das ist sicherlich auch etwas, womit man mal Erfahrung sammeln möchte, ohne sich gleich in den Schlangenpfuhl der Schwarzen Lande zu begeben. Soweit ich mich erinnere, hat Saya ja Angst vor Feuer und insbesondere Kampfzauberei, nachdem sie bei einem Ignifaxius einen Arm verloren hat. Vielleicht möchte sie sich auch, mit Hilfe ihrer neu gewonnenen Unverwundbarkeit, mit dieser Angst konfrontieren, um sich davon zu befreien.

So könnte sie zum Beispiel ein paar mutige Recken brauchen, die sie an einen Stuhl fesseln (damit sie nicht vor ihrer Angst fliehen kann) und ihre Füße mit Hylailer Feuer übergießen und anschließend anzünden. Klar, das könnte man überall machen, aber am Besten man macht solche Experimente dort, wo es keinen interessiert. Zum Beispiel in Chorhop, wo es schon mal ein paar Monate dauern kann, bis sich so eine Geschichte außerhalb der Stadt verbreitet. Und dafür braucht es schon wirklich ein paar hartgesottene Helden, die auch den Magen für so eine Angelegenheit haben...

Ja, vielleicht ist das aber auch ein bisschen zu abgefahren. Aber lieber eine abgefahrene Idee, als gar keine, habe ich mir gedacht. Domna Saya ist auf jeden Fall eine Meisterperson, die ich persönlich sehr schätze, und ich bin gespannt zu hören, was sie in deiner Gruppe noch so anrichtet. Ich hoffe, du teilst uns das auch mit, wenn deine Überlegungen früchte getragen haben...

Schöne Grüße,
Martin

P.S.: Mal ganz generell, etwas Off-Topic - ich finde es ja immer wieder sehr unterhaltsam, hier im Forum die Beiträge von Dir bezüglich Deiner Chorhop-Kampagne zu lesen. Gibt es da eventuell ein Tagebuch oder Spielberichte im Netz, wo man euren Fortschritt verfolgen kann?

P.P.S.: Da hab' ich mal wieder gefragt bevor ich gesucht habe. Der Link zum Blog ist ja in deinem Profil, hat sich somit erledigt.
  08.02.2010, 23:06 - Beitrag
@ Malleus

danke für die Ideen, das mit dem Abfackeln ist schon so gut strange es wieder geil ist ;)

Schade nur das die Jungs nicht so gut zu sprechen auf sie sind (Brabakerin, Nekromantin, Erzfeindin =)
Aber das mit dem Abfackeln müssen sie ja nicht wissen ;)

Feedback zu Saya wirds auf dem Blog auf jedenfall geben. In HvC hat sie bislang bei mir noch keine große Rolle, aber dass wird sich bald ändern. Insgesamt ist sie als Langzeit-Antagonist mit hoher Haltbarkeit geplant, mal sehen ob sich die Planung auch so im Spielverlauf behaupten kann =)

Der Kampagnenblog ist hier zu finden:http://herrenvonchorhop.wordpress.com/, unter der Kategorie Spielberichte findest du die Ergüsse meiner Spieler (vorsicht, alles stark subjektiv verfälscht und hochgradig egozentrisch geschrieben ;)

Weiterhin natürlich auch alle Ausarbeitungen von mir die ich so fabriziere (sofern sie nicht noch zum "heißen Material" gehören was meine Spieler nicht sehen sollten.

Edit: Jetzt habe ich auch gerade erst gesehen dass du es schon gesehen hast ;)
  09.02.2010, 12:18 - Beitrag
Mehr zu Saya. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher denke ich, dass die Motive der kleinen Zeforika in Chorhop ganz profan sein könnten.

Dabei könnte man von folgender Ausgangslage ausgehen: Für Saya ist weder die Warunkei noch Xeraanien auf Dauer ein angenehmer Ort. Saya will sicherlich nicht auf Dauer die zweite Geige spielen. Im Nekromantenrat sind andere Einflussreicher als sie, und auch in Xeraanien wird es ihr kaum gelingen, sich gegen den Buckligen oder die Elfe durchzusetzen. Zudem, seien wir mal ehrlich, wer aus einer lebenslustigen südländischen Adelsfamilie stammt, der will nicht jahrelang in tobrischen Burgen leben, wo man unter fließendem Wasser versteht dass die Decke tropft und die Gästeliste für gesellschaftliche Ereignisse sich aus solch illustren Persönlichkeiten wie Thimorn Tschumbie und Mora Mumie zusammensetzt. Hurraa... Stimmuuuung...

Also muss eine Alternative her. Al'Anfa ist selbst für Saya ein ziemlich gefährliches Pflaster, wo sie sich keine Hoffnungen zu machen braucht, großartig an Einfluss zu gelangen. Das Horasreich kommt in der jetzigen Situation ebenfalls kaum in Frage, immerhin hat Saya dort erst vor wenigen Jahren eine magische Seuche entfesselt, die zehntausende Menschen aller Gesellschaftsschichten dahingerafft hat, so dass sie wohl nur sehr wenige verbliebene Freunde in dieser Region haben dürfte, und die hier auf ihr hübsches Köpfchen ausgesetzte Summe gut und gerne tausend Horasdor betragen dürfte. Darüberhinaus würfte Saya aus naheliegenden Gründen weder in Brabak (Halle der Geister) noch in Mengbilla (MEnchal ak'Taran) dürfte besonders gut gelitten sein.

Aus dieser Sicht ist Chorhop da doch gar nicht so schlecht als - zumindest vorübergehendes - Domizil geeignet, eben genau weil Saya hier weder mächtige Feinde hat, noch sich vor Verfolgung durch eine starke Zentralmacht fürchten muss, sie zudem im Kalifat noch keine Schandtaten begangen hat. Der eine oder andere Realpolitiker unter den Novadis mag sogar insgeheim Sympathie für ihren magischen Bioterror-Anschlag auf das Horasreich hegen, immerhin wurde das Horasreich dadurch deutlich geschwächt. Nicht zu vergessen, dass Saya schon damals gemeinsame Sache mit den chababischen Novadis gemacht hat, wenn ich mich recht erinnere, ohne jetzt das Abenteuer nochmal zur Hand zu nehmen... vielleicht hat sie ja aus dieser Zeit sogar noch Verbindungen nach Chorhop.

In Chorhop wird eben ein schmuckes Häuschen gekauft, ein paar Leibwachen davorgestellt, ein paar Leichen im Keller versteckt (als eiserne Reserve) und dann geht es erstmal darum, ein paar Verbindungen zu knüpfen um sich das Leben in Chorhop angenehm zu machen.

Soviel zu Phase eins. Wenn man möchte, kann man da natürlich aufgreifen, und das beliebig ausweiten. Nach außen hin ist es damit getan, aber nach einigen Monaten gewinnt Saya zunehmends an Einfluss - Bestechung, Betören, Mord, Erpressung, Zauberei - Saya di Zeforika ist ja mit allen Wassern gewaschen. Es dauert nicht lange, und sie versucht im Schatten die Fäden in der Stadt zu ziehen, wobei es ihr weniger darum geht, sich zur Herrscherin aufzuschwingen - im Licht der Öffentlichkeit sollen andere stehen - als völlig freie Hand für ihre Forschungen und Experimente zu haben. Probleme mit der Motivation sehe ich da nicht.

Alternativ kann man es natürlich auch so drehen, dass Saya di Zeforika erstmal die Nase voll hat von Intrigen und Machtkämpfen, und sich wirklich nur in Chorhop zu Ruhe setzen und das Leben genießen will. Da sie aber ja doch eine ganze Reihe an Feinden (und ehemaligen Verbündeten) hat, die sie irgendwann auch in Chorhop aufspüren, schafft sie es einfach nicht, ihrem "alten Leben" zu entkommen und wird Wohl oder Übel wieder in irgendwelche Machenschaften verwickelt. Interessant fände ich daran vor allem, wenn es gelingt den Spielern zu vermitteln, dass Saya, die eigentlich nur Ruhe sucht, aufgrund der Erwartungen anderer Personen an sie immer tiefer in ein Chaos aus Gewalt und Intrigen hineingesogen wird. Die Helden könnte dabei mal auf ihrer Seite, mal auf der Gegenseite zu stehen kommen...

Soviel erstmal. Von den Ideen her ist das nicht sonderlich spektakulär, aber ich denke man erhält so eine plausible Motivation dafür, was Saya nach Chorhop führen könnte, une eine Geschichte, die eben mal mit dem Thema spielt, dass auch größenwahnsinnige Schwarzmagierinnen im Kern noch die selben menschlichen Bedürfnisse wie Bauer Brin und Müller Alrik an sich haben, und nicht nur ständig konsequent den naheliegendsten Plan zur Weltherrschaft verfolgen.

Schöne Grüße,
Martin

Carragen

  09.02.2010, 13:53 - Beitrag
Das sie in Chorhop keine mächtigen Feinde hat sehe ich anders, denn mit Adnan Zeforika, dem Vorsteher des Phex-Tempels und Werftbesitzer, hat sie einen Verwandten in hoher Position sitzen - und er dürfte wissen, was sie in den vergangenen Jahren verbrochen hat.
Er wird so wohl kaum eine Person in der Stadt dulden, die mit Paktierern bündelt und eine Seuche über das Liebliche Feld beschwor.

Aber gerade diese familiäre Verbindung und die Tatsache, dass Saya in Chorhop geboren wurde, finde ich spannend und würde sie thematisieren.

Fjolnir Bjarnison

  09.02.2010, 14:37 - Beitrag
Die Idee mit dem -neudeutsch- Sabbatical finde ich auch gut.Auch ein ausgewiesener Schurke darf sich mal eine Auszeit gönnen ohne gleich den finsteren Plänen für immer abzuschwören.

Adnans Verhalten und Motive sollten noch betrachtet werden. Berechnend wie er ist, wird er wohl kaum eine Verbrecherin in seiner Stadt dulden, die seinen liebfeldischen oder mengbillanischen Handelspartnern übel aufstösst. Ich werte seinen Geschäftssinn da höher als seinen Familiensinn. Einen Ausweg sehe ich da nur, wenn a) SdZ für ihn vorteilhafte Geschäfte arrangieren könnte, also Handelspartner oder Waren an die er ohne sie nicht herankommenwürde oder b) er durch eine aktuelle Bedrohung Bedarf an magischer Unterstützung hat.

Unabhängig davon frage ich mich, warum Saya als reiche und eitle Person nie versucht hat, ihren Arm wieder herstellen zu lassen. Da böte sich Chorhop doch als neutraler Boden an, um Kontakt (über Adnan) zu den Vinsalter Anatomie-Magiern herzustellen.
  09.02.2010, 15:37 - Beitrag
Daumen hoch für die Tipps

Ich kann leider nicht alles ausführen da ich ungerne hier meinen Plot vorab den Spielern breittreten will (man weiß ja nie ;)

Aber zumindestens einen passenden Anatomen hätte ich, auch wenn dieser für die Gegenseite arbeitet.

Die Idee das Saya sich es mit einer Hütte hier erst mal bequem macht gefällt mir auch ganz gut =)

Carragen

  11.02.2010, 15:54 - Beitrag
Hab gerade gelesen, dass du als Portrait Sayas Monica Belluci nehmen willst - und frage mich, wie du nach ihren Beschreibungen auf sie kommst?
Ich stelle sie mir eher als ein in die Jahre gekommenes Püppchen vor und würde eher ein aktuelles Foto einer Darstellerin aus 90er Jahre Teenie-Serien nehmen.
  11.02.2010, 16:05 - Beitrag
Zu Saya di Zeforika gibt es auch ein offizielles Portrait von Ruud van Giffen, das finde ich eigentlich gar nicht schlecht. Man findet es jedoch leider in keiner Regionalspielhilfe, sondern nur in verschiedenen Abenteuern.

Wer als Vorlage für das Portrait gedient hat, kann ich leider nicht sagen.

Schöne Grüße,
Martin
  11.02.2010, 17:36 - Beitrag
Keine Ahnung, das Bild aus der Aarensteinkampagne war mir einfach zu püppig und der Minihut wie so viele horasische Dinge der 90er zu unpassend

Zumal die Beschreibung:...
Zitat:
ist - auch in ihrem vierzigsten Frühling - eine verführerisch hübsche, überaus grazile und gazellengleich leichtfüßige Person. Die Edle trägt ihr volles, offenes, halb hüftlanges Haar in einem tiefen, schillernden Schwarz gefärbt; die maridelbraunen, leicht schrägstehenden Augen schauen oft ein wenig verträumt, ebenso häufig aber auch berechnend oder vernichtend in die Welt hinaus. Der weiche Mund ist schwarz geschminkt, ebenso eingefärbt sind die geschwungenen Wimpern und die überaus langen Fingernägel.
mMn eher auf eine reifere Dame hindeutet.

Aber es ist definitiv eins der besseren Bilder.

Bei mir sähe sie wohl eher so aus

Wobei sie bei uns momentan ohnehin blond getarnt rumrennt =)
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