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Thema: Ansicht der Praioskirche über...


Yantur

  08.02.2010, 21:02 - Beitrag
Die Zwölfe zum Gruße!
Wie ist eigentlich die Gesetzeslage/die Meinung der Praioskirche zu Hexen und Druiden tatsächlich?
Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass die da nur zu einem Zweck dienen: als Brennmaterial auf dem Scheiterhaufen.
Allerdings muss man sich dann doch Fragen, warum es dann in Aventurien überhaupt noch Hexen und Druiden gibt - die Praioskirche ist immerhin nun nicht unbedingt machtlos.
Gibt es da einen Passus im CA drüber?
Gruß,
Quendan.

wernern

  08.02.2010, 21:06 - Beitrag
Nein Hexen und Druiden dienen nicht nur als Brennmaterial.

Praioten sehen Magie als Frevel an. Sie wissen aber auch dass es sie gibt und dass sie nix dagegen machen können. Sie haben sich mehr oder weniger mit Gildenmagiern abgefunden - sind zwar Magier aber wenigstens kontrollierte (von der Kirche selbst und von den Gilden) und bekannte.
Hexen und Druiden dagegen sind UNBEKANNT! Sie sind nicht registriert und nicht kontrollierbar. Deshalb hat die Kirche gewissermaßen Angst vor ihnen.

Aber auch ein geouteter Druide oder eine geoutete Hexe darf und wird von der Kirche nicht einfach mal so zum BBQ gebracht. Eine Hexe oder ein Druide zu sein und Magie zu verwenden ist kein Verbrechen... zumindest nicht nach dem Gesetzt. Solange man mit seiner Magie keine Verbrechen begeht ist das alles ganz legal.

Chaogirdja

  08.02.2010, 21:13 - Beitrag
Zitat von Yantur:
Gibt es da einen Passus im CA drüber?
Nich im CA, nein.
Der CA ist nur für die Gilden da.
Aber seit Rohal ist es verboten Magiebegabte und Andersgläubige zu Verfolgen.
Was Hexen, Druiden und Magier aber dennoch nicht vor gelegentlichen Prognomen schützt... Aber die sind wirklich selten.

Ein Schelm

  08.02.2010, 21:21 - Beitrag
Wie soll man den einen Hexer oder Druiden for einem "Fürwort" schüztzen?

Yantur

  08.02.2010, 21:37 - Beitrag
Vielen Dank für die Aufklärung.
Gerade in Druiden- und Hexenkreisen dürfte das allerdings kaum bekannt sein, oder?
Also würde ein Vertreter von diesen doch vermutlich in einiger Angst vor den Praioten leben.
  08.02.2010, 21:38 - Beitrag
Warum sollten die Hexen das nicht wissen?

Hexen und Druiden sind heimlich weil es viele lästige Fragen und Misstrauen verhindert.

Blubb

  08.02.2010, 21:38 - Beitrag
Das kommt auf das Gebiet an. Im Mittelreich gibt es aber keine funktionierende Rechtsordnung mehr, da kann jeder Depp machen was er will. Wenn du jemanden triffst der Wert auf Recht legt dann hau ihm Rohals Gesetze um die Ohren, einem Praiosgeweihten am besten auch noch so lange bis er dir auswendig zitieren kann was da so drinsteht. Aventurien ist von diesem bullshit schon geschändet genug.

( Sry für den Ausbruch, aber manche Dinge muss man einfach in NPCs reinprügeln wenn die Setzung schon so lautet ;) )

wernern

  08.02.2010, 21:46 - Beitrag
Zitat:
Gerade in Druiden- und Hexenkreisen dürfte das allerdings kaum bekannt sein, oder?
Also würde ein Vertreter von diesen doch vermutlich in einiger Angst vor den Praioten leben.
Tatsache ist dass bis zur Zeit Rohals (oder besser gesagt dem Erlas der oG "Rohals Gesetze") es sehr wohl so war wie beschrieben...
Da brannten die Scheiterhaufen auf einfachen Verdacht hin.

Deshalb leben viele Anhänger dieser magischen Traditionen noch heute in Furcht vor der Praioskirche und der Bevölkerung und deshalb bleiben sie im Verborgenen.
Im Gegensatz dazu hat auch das einfache Volk noch teilweise Angst vor Druiden und Hexen (angestachelt durch die Kirche).

Und was für die Praioskirche gilt (nämlich dass sie wegen dem Gesetz niemanden einfach so lynchen dürfen) dass interessiert den Pöbel wenig (die haben alle Rechtskunde nicht mal aktiviert!)

Tatsache ist also dass man als Hexe eigentlich mehr Angst vor dem Sitznachbarn in der Taverne haben muss als vor der Praioskirche.

Blubb

  08.02.2010, 21:48 - Beitrag
Zitat:
Der CA ist nur für die Gilden da.
Das stimmt nicht.

Sororitas

  08.02.2010, 22:32 - Beitrag
Wie meine Vorredner schon beschrieben haben, ist die Praios Kirche eigentlich nicht die größte Gefahr.
Ok dem Bannstrahler sollte man trotzdem wohl nicht sagen, das man eine Hexe ist und er einem nichts kann, die pfeifen manchmal auf das Gesetz.

Lynchmops sind eigentlich auch recht selten, da eigentlich jeder Geweihte dazwischen gehen würde und das sind nun mal allesamt Respektspersonen.

Rohals Gesetze sind halt schon ein Kracher.

Mein Praiosgeweihter Bannstrahler nimmt Magie auch zähneknirschend zur kenntnis und muss sie in gewissen Rahmen tolerieren.

Solange man also nicht jubelnd in der Stadt rumrennt und rumschreit, man sei ein Gildenloser Magier ist also eigentlich alles inordnung.

Also nicht wie (und das ist wirklich IT passiert) in anwesenheit des Bannstrahlers einen Ignisphaero zum schmelzen einer Schneewehe benutzen.

Arlisin

  08.02.2010, 22:37 - Beitrag
Ich würde sogar sagen dass viele Praiosgeweihte Druiden und Hexen vor dem Pöbel schützen würden, so dieser versucht sie zu lynchen. Praios ist auch der Gott der Gerechtigkeit und der Gesetze.
Natürlich gibt es Hardliner und vor allem die Laiendiener (Bannstrahler), die nicht so geschult sind wie Geweihte die Magiebegabte brennen sehen wollen, aber diese sollten in der Tat eine Minderheit darstellen.
Das ist zumindest meine Sicht der Dinge.

Blubb

  08.02.2010, 22:39 - Beitrag
Zitat:
Solange man also nicht jubelnd in der Stadt rumrennt und rumschreit, man sei ein Gildenloser Magier ist also eigentlich alles inordnung.
Man darf sogar durch Gaukelei Geld mit Zauberei verdienen, steht explizit im CA. Wenn aber verehrter Bannstrahler mal wieder einen Sonnenstich hat, würde ich trotzdem aus dem Weg gehen. Mit RAW-Ketzern die Ketzerei verfolgen legt man sich genausowenig an wie mit den Irren vor Perricum. ;)
  08.02.2010, 22:53 - Beitrag
Zitat von Blubb:
Man darf sogar durch Gaukelei Geld mit Zauberei verdienen, steht explizit im CA
Nicht ganz, solange man Gildenmagier ist darf man mit Zaubern Geld verdienen, ansonsten haben die eher noch als ein Praiot ihre Gründe dir das zu verbieten um ihnen nicht Konkurrenz zu machen. Wobei natürlich Illusionszauberei den meisten Gildenmagiern es nicht wert ist.

Ansonsten stehen Praioten für die Einhaltung der Rechte (wenn schon nicht Gerechtigkeit) und nach denen darf man nicht jeden auf Verdacht richten, sondern muss wenigstens Beweise für sein schändliches Umtreiben finden.

Blubb

  08.02.2010, 23:09 - Beitrag
Auch ein Gaukler darf sich sein Geld magisch ergaukeln. ;)

Was Praioten und Recht angeht, das ist ne eigene Show, die manchmal sehr komisch läuft. Prinzipiell gibts da mehrere unter den Spielern verbreitete Versionen. Insbesondere über die Machtgeilheit in der Praioskirche und die bewusste Ignorierung von Gesetzen durch die Praioskirche zu eigenem Kirchenvorteil kann man sich ewig streiten.

wernern

  08.02.2010, 23:25 - Beitrag
Zitat:
Man darf sogar durch Gaukelei Geld mit Zauberei verdienen, steht explizit im CA.
Zitat:
Auch ein Gaukler darf sich sein Geld magisch ergaukeln. ;)
Diese Aussagen hätte ich bitte gerne mit einer Quellenangabe belegt! Meines Wissens nach dürfen sie das nämlich genau genommen nicht und es ist heftigste Auslegungssache ob Scharlatane ihrem Handwerk legal nachgehen dürfen, es illegal ist oder irgendwo dazwischen.

Auf keinen Fall steht es "explizit im CA" dass "man" mit Gaukelei Geld verdienen darf. Es steht nur explizit drinnen dass "man" es darf wenn "man" Gildenmagier ist. Für alle anderen ist es nach strenger Auslegung verboten.

TypDa

  08.02.2010, 23:51 - Beitrag
Als Hexe/Druide muß man trotz allem aber aufpassen, da der Praioten (uä) nur nach einem Hebel (dh Ungesetzlichkeit) suchen dich vor Gericht zu stellen / wegzusperren /legales wasauchimmer.
Und wenn sie dich einmal haben besteht die Tendenz zu Höchststrafen da du selten Führsprecher/Lobby hast.

wernern

  09.02.2010, 00:51 - Beitrag
Zitat:
Und wenn sie dich einmal haben besteht die Tendenz zu Höchststrafen da du selten Führsprecher/Lobby hast.
Wie oben erwähnt ist die Praioskirche oft genug der wichtigste Führsprecher!
In dieser Diskussion wird oft vergessen das Praios nicht der Gott der Scheiterhaufen sondern der Gott des Rechts und der Ordnung ist.
Damit will ich nicht sagen dass die Geweihten Hexen mögen oder schonen. Alles was ich damit sagen will ist dass die Praioskirche keine Beweise fälschen wird, keine Anklage faken wird und keinen Unschuldigen auf den Scheiterhaufen schicken wird. Die Praioskirche wird sich exakt an das Gesetz halten.
Wobei hier noch zu erwähnen ist dass "DAS GESETZ" in Aventurien eine Variable ist. Das kann sich von unserem heutigen Rechtsbewusstsein schon dadurch unterscheiden dass in Aventurien das Schuldsprinzip gilt (Schuldig bis die Unschuld bewiesen ist) oder dass die Aussagen von unterschiedlichen Leuten unterschiedlich viel wiegen.

Natürlich werden sie vielleicht im Rahmen des rechtlich möglichen die Höchststrafe fordern. Das muss aber noch lange nicht der Scheiterhaufen sein.

Samael

  09.02.2010, 01:31 - Beitrag
Das ist halt das Problem mit festen Bildern vor Augen. Bei Praioten hat jeder die spanische Inquisition (nobody expects ... sorry) vor Augen, auch wenn solch eine Art von Rechtsverdrehung zum eigenen Vorteil, Urteil ohne Raum für Mitleid und Menschlichkeit, sowie ganz besonders die gnadenlose Durchsetzung von Gesetzen durch Folter und Scheiterhaufen maßgeblich in die Domäne von Blakharaz fällt.

Das dieses Bild von der Redaktion über Jahre hinweg forciert wurde und sich das irgendwann gerächt hat ist halt typisch für DSA. Aus dem selben Grund kann man ja auch nur in den allerbesten Gruppen eine Rahjageweihte spielen, ohne jeden Abend mindestens ein halbes Duzend Zweideutigkeiten ertragen zu müssen.

Blubb

  09.02.2010, 01:36 - Beitrag
Das traurige daran, gerade die jüngeren Ereignisse gehen meist in die Richtung Hexenverbrennung, zB Drakensang oder Von eigenen Gnaden mit dem komischen Praiosgeweihten.

Ulfson

  09.02.2010, 09:37 - Beitrag
@ wernern

Ahoi,

laut Wiki Aventurica (Artikel: "Codex Albyricus") ist es Scharlatanen und Schelmen gestattet im Rahmen ihrer Gaukelei zu zaubern. Das hatte ich auch schon in irgendeinem neueren Regelwerk gelesen.

Aber das ist ja auch logisch. Wenn es schon die Profession des Scharlatans gibt, der ja normalerweise nur auf Jahrmärkten und unter Gauklern anzutreffen ist, dann muss es ihm auch gestattet sein, seine Tricks dem zahlenden Publikum vorzuführen.

@ Alle

Ich habe nun aber mal ne andere Frage:

Ich spiele einen sehr gesetzesnahen Weißmagier (aus Elenvina) und werde wohl in der nächsten Spielrunde auf einen Druiden treffen, der sein Können einsetzt, um anderen zu schaden. (Das Abenteuer heißt "E2 - Die Einsiedlerin") Nun richtet sich seine Magie primär gegen einen einzelne Zwölfgöttergläubigen Menschen und die ihn umgebene Umwelt, welche abgesehen von ein paar Reisenden Abenteurern keine weiteren Menschen umfasst.

Grund für diese Angriffe ist angeblich ein religiöser Dispens (Sumu vs. die Zwölf). Allerdings haben wir seine Version noch nicht gehört.

Nun habe ich schon nachgelesen, dass der Sumu-Kult normalerweise von den zwölfgöttlichen Kirchen geduldet und tolleriert wird. Was ist aber, wenn ein Sumu-Jünger seine magischen Fähigkeiten einsetzt, um einem Menschen zu schaden?

Oder mit anderen Worten: ist mein Stufe 0 Weißmagier mit nur noch 7 AsP dazu verpflichtet diesen offensichtlich sehr mächtigen Druiden in ein Häuflein Asche zu verwandeln?

Danke für die Antworten und Gruß,

Ulfson

Geduld junger Padawan

  09.02.2010, 09:43 - Beitrag
@Ulfson: Das wird sich alles im Abenteuer aufklären.

TypDa

  09.02.2010, 09:48 - Beitrag
werner
Lies mein Posting nochmal, dem habe ich nicht wiedersprochen.
Es geht darum das nach dem höchstmöglichen Strafmaß gesucht wird.
Auch im Rahmen der legalen Möglichkeiten kann man viel für/gegen den Angeklagten tun.

Ulfson
Wenn der Druide das Gesetzt bricht solltest du entsprechend reagieren.
Dagegen gibt es keinen Dispens etc.
Einfach so in einen Haufen Asche wäre allerdings Amtsanmaßung/Mord, wenn es sich aus einer dringlichen Situation/Gefahr entwickelt sieht das schon anders aus. Dann hast du wohl deinen Leumund als Weißmagier sowie deine Gilde als Lobby auf deiner Seite, sollte man dich des Mordes Anklagen was wohl nur passiert wenn der Druide einflußreiche Freunde oder du entsprechende Feinde hast.

Ore ausgeloggt

  09.02.2010, 09:50 - Beitrag
Schade eigentlich, da die Setzung gerade durch WdG sehr freundlich zur Praioskirche wurde (in meinen Augen)

Aber die grundlegende magieablehnende Einstellung der Praioti ist Tatsache, in meinem Aventurien dann auch gerne soweit, dass die Praioskriche im Rahmen des Codex Albyricus gildenlose Magieanwender zu strafen sucht. Wenn sie auch nur ein bisschen Magie verwenden um damit Geld zu verdienen (Magisches Heilen, Handwerk mit magischer Unterstützung oder ähnliches), machen sie sich strafbar. Wenn gar noch Verbrechen mit Hilfe von Magie entstehen dann Gnade ihnen Praios, egal ob es nun der magische Dieb, die Wahrsager-Hexe mit Blick in die Gedanken/aufs Wesen, oder sonstwer ist.
Wenn solche Taten nachgewiesen werden, würden meine Praioten nicht zögern härteste Strafen zu verhängen um andere von unkontrollierter, nicht regulierter und leichtsinniger(weil selten so wissenschaftlich wie Gildenmagier) Magie abzuschrecken.

Aber alleine dafür, dass eine Person magisch begabt ist, würde sie nicht verurteilt werden können.

Ore ausgeloggt

  09.02.2010, 09:56 - Beitrag
Nachtrag noch zu Ulfson:

Gesetzestreuer Weißmagier? Dann weißt du doch am besten, dass nicht du die Exekutivgewalt bist, informier Praioten, deine Gilde und die lokale Obrigkeit. Denn es ist ihre Aufgabe sich darum zu kümmern un ddas zu verhindern.
Warum wollen eigentlich soviele Helden alles alleine machen, wenn sie doch auf der Seite sind, die im Recht ist und sich starke Verbündete holen können? Meine Charaktere sind in solchen Sachen zu gerne "Petzen", dafür gibt es doch Obrigkeiten: um die Praiosgefällige Ordnung zu erhalten. Und wenn dein Magier nur noch 7 AsP hat, dann sollte er alle daran setzen, nicht sich sinnlos gegen einen mächtigen Druiden zu verblasen, dem er mit sowenig Kraft nicht viel anhaben kann. Im Allgemeinen sollte ein Held, doch nur dann eingreifen, wenn die eigentlich zuständigen aufgrund von Zeitkritischen Problemen oder fehlenden Mitteln nicht in der Lage sind.

TypDa

  09.02.2010, 09:56 - Beitrag
werner
Lies mein Posting nochmal ohne etwas hineinzuinterpretieren, dem habe ich nie wiedersprochen. Es gibt aber genügend legale Möglichkeiten füe/gegen einen Angrklagten zu arbeiten.
Außerdem sind Strafen oft nicht so klar festgelegt bzw. bieten eine Ermessensspanne für den urteilenden Richter.

Ulfson
Wenn er das Gesetzt bricht hilft auch kein Dispens oä. Dann sollte jeder Bürger angemessen reagieren.
In ein Haufen Asche solltest du ihn nur in einer Notsituation verwandeln, sonst ist einfach nur Mord deinerseits und der Adel sieht Amtsanmaßung/Lynchjustiz nicht allzugern.
Das ist aber ein schönes Bsp. sollte man dich anklagen nachdem du ihn aus einer Notlager heraus getötet hast, hast du deinen (hoffentlich guten) Leumund als Weißmagier und deine Gilde als Lobby für dich, ein Druide/Hexer nicht.

Ardo Hainsaate ausgeloggt

  09.02.2010, 11:01 - Beitrag
Auch ich spiele einen Weissmagier aus Elenvina und auch der würde gern ab und zu mal "petzen" gehen... nur gibt es einfach Gruppen in denen die Meinung gilt, dass HELDEN die Sache auch mal ruhig selbst in die Hand nehmen sollten... und sind wir ehrlich: Die 08/15 Praioten die in ABs auflaufen sind normalerweise die "Bösen" oder zumindest die Dunkelgrauen, als freundlicher Held geht man da besser nicht hin, mein Held hat in unserer Gruppe, die schon nur aus Zwölfgöttergläubigen besteht, einen harten Stand, wenn er sich auf "die göttergewollte Ordnung und Praios Gerechtigkeit" beruft...

Aber zurück zum Topic: kennt jmd eine Stelle im CA an der gesagt wird, dass man Nicht-Gildenmagier nach ihm abstraft? Ich hab extra mal danach geschaut, aber keine Stelle gefunden, da hies es immer nur "der Magier wird vor ein Gildentribunal seiner Gilde gestellt" oder ähnliches, was also wenn ein Praiot den nächsten Druiden anklagt wegen schändlicher Magie und Untergrabung der göttergewollten Ordnung? Ich hatte nämlich schon das Bedürfnis jmd anzuklagen, aber ich wusste nicht auf welches Gesetzteswerk ich mich dabei berufen könnte... Ok, doch wieder etwas off-Topic, aber irgendwie passt es doch zum bisherigen Thema

Finsterer Kaemmerer

  09.02.2010, 11:13 - Beitrag
Zitat von Ulfson:
Grund für diese Angriffe ist angeblich ein religiöser Dispens (Sumu vs. die Zwölf).
Ich schätze du meinst "Disput" und nicht "Dispens", was etwas völlig anderes ist (und leider in den Antwortposts für etwas Verwirrung gesorgt hat).

Ore ausgeloggt

  09.02.2010, 11:21 - Beitrag
Im Zweifel kommt "Rütteln an der Praiosgefälligen Ordnung" "Gotteslästerei" und ähnliches hin. Im Zweifel noch ein paar "Schändung von Leib und Leben anderer" oder "Schädigung des Eigentums des Lokaladels" dazu. Vielleicht auch noch ein einfaches "Wildern im Forste des Kaisers/Königs/Herzogs/Grafens/Barons" nur um zu verdeutlichen wie schändlich sich doch der Druide/whatever aus der Natur bedient. Und schwupps hat man ihn. Wenn er Magie nutze um sich zu bereichern, ist das eindeutig ein Verbrechen mit Magie und damit noch schlimmer im allgemeinen zu bestrafen, da ein besonderer starker Vorsatz zum Verbrechen bestand. Aber ja der Druide wird von Weltlichen oder Kirchengerichten verurteilt werden, das Gildentribunal ist nur eine Option für Gildenmagier.
Trotzdem gelten die Regeln für ihn, er hat nur kaum Rechte die ihm daraus erwachsen. Er kann zum Beispiel in Abwesenheit vom hinterletzten Dorfbaron verurteilt werden und das ist rechtskräftig.
Beim Magier wäre das nicht der Fall, ihn muss man zwingend vorher hören, eventuell muss er sogar der Gilde übergeben werden, die auch noch informiert werden muss, bevor geurteilt wird.

Praiokles ohne Login

  09.02.2010, 11:36 - Beitrag
Die Praioskirche hält sich an das Recht und das besagt, dass Hexen und Druiden nicht einfach so verfolgt werden dürfen. Als nichtlizensierte Zauberer werden sie aber bei magischen Vergehen hart bestraft. Praioten sehen Hexen und Druiden nicht nur wegen ihrer Magie als gefährlich an, sondern auch wegen ihrer Lebensart, die sich gegen die praiotische Ordnung stellt, da sie sich der Gesellschaftshierachie entziehen.

Ich mag die Bannstrahler, es macht viel Spaß einen zu spielen und sie sind so schön konsequent. Dummerweise gibt es so viele von ihnen (800-1000 Mitglieder), dass sie das allgemeine Bild der Praioskirche beherrschen (siehe Threadbeginn: Druiden und Hexen als Brennmaterial) und das ist Gift.

Man kann es nicht oft genug sagen: Praioten sind die Guten!

Chaogirdja

  09.02.2010, 11:43 - Beitrag
Zitat von Ulfson:
laut Wiki Aventurica (Artikel: "Codex Albyricus") ist es Scharlatanen und Schelmen gestattet im Rahmen ihrer Gaukelei zu zaubern. Das hatte ich auch schon in irgendeinem neueren Regelwerk gelesen.
Na dann mal los... Quelle bitte.
In der Wiki steht öfter mal Quark...

Scharlatane sind von den Gilden geduldet, die Gildenmagier nennen sie "großzügig" kleiner Bruder. Dadurch stehen die Scharlatane in Gewisser weise unter dem Überhang des CA.
Wobei diese Ausdrucksweise zwar oft benutzt, aber Faktisch falsch ist.
Der CA regelt NICHT das nur Gildenmagier magische Dienstleistungen anbieten dürfen. Das ist eine der Vereinbarung der Gilden mit den jeweiligen Machthabern, als Gegenleistung dafür das sich den Zwängen des CAs zu unterwerfen (WdZ 298!).
Zitat von Blubb:
Zitat:
Der CA ist nur für die Gilden da.
Das stimmt nicht.
Nicht? Komisch... ich frage mich, was andere Magier mit den Gildenregularien, dem Scriptur-Recht, den Kleiderverordnungen usw. anfangen sollen...
Müssen jetzt Hexen in Magiergewändern herum laufen, weil der CA das so vorschreibt?
Natürlich NICHT. Der CA gilt Ausschließlich für die Gilden. Sämtliche Strafmaße und Rechtsauffassungen gelten einzig und alleine für die Gildenmagier und auch nur Untereinander (oder für den Fall, das ein Gildenmagier vom örtlichen Gericht ans Gildentribunal überstellt wurde).
Es ist aber schlicht und ergreifend so, das der CA auch ein Umfassendes Regal mit Definitonen und Nachtweißmöglichkeiten von magischen Verbrechen enthält, was für die Rechtsfindung vor einem Gericht durchaus von Interesse ist. Insoweit, ist ein Teil des CAs auch für andere Magier interessant.
Das hat aber nichts mit dem CA und seiner Gültigkeit zu tun.
  09.02.2010, 11:54 - Beitrag
Zitat von Chaogirdja:
Zitat von Ulfson:
laut Wiki Aventurica (Artikel: "Codex Albyricus") ist es Scharlatanen und Schelmen gestattet im Rahmen ihrer Gaukelei zu zaubern. Das hatte ich auch schon in irgendeinem neueren Regelwerk gelesen.
Na dann mal los... Quelle bitte.
In der Wiki steht öfter mal Quark...
Bitte sehr:
Zitat von WdZ Seite 301 rechts unten:
Scharlatane und Schelme gelten als Gauklervolk und bekommen keine Probleme, solange sie in diesem Rahmen zaubern.

Blubb

  09.02.2010, 13:43 - Beitrag
Zitat:
Müssen jetzt Hexen in Magiergewändern herum laufen, weil der CA das so vorschreibt?
Natürlich NICHT. Der CA gilt Ausschließlich für die Gilden. Sämtliche Strafmaße und Rechtsauffassungen gelten einzig und alleine für die Gildenmagier und auch nur Untereinander (oder für den Fall, das ein Gildenmagier vom örtlichen Gericht ans Gildentribunal überstellt wurde).
Es gibt im CA Abschnitte über Gildenmagier, Abschnitte über alle Zauberkundigen etc. Nur weil er auch die Kleiderordung und Strafbarkeit der Gildenmagier regelt regelt er dies nicht exklusiv für die Gildenmagier.

Chaogirdja

  09.02.2010, 13:56 - Beitrag
@Leta
Da steht aber nichts davon, das auch so im CA verankert ist ;)
Darum geht es.

@Blubb
Es gibt einen Abschnitt zu Magischen Verbrechen, deren Aufdeckung und Ahnung. Sagte ich ja auch, das es das Gibt und das man das auch nutzt.
Dennoch ist der CA in erster Linie ein Gesetzeswerk von und für die Gilden.

Ulfson

  09.02.2010, 15:29 - Beitrag
@ Finsterer Kaemmerer

du hast Recht. Bitte entschuldige meine morgentliche Unachtsamkeit (ich habe noch mindestens 2 weitere Fehler im Text gefunden, aber das ist ja kein Suchbild ^^)

Zu meinem Thema:

natürlich hätte ich mich nicht gleich zum Richter aufgespielt und einen Kampf auf Leben und Tod - in meinem Falle Tod - entfacht. Petzen ist immer ne Alternative, doch sind wir angeblich sechs Tagesmärsche von der Zivilisation entfernt und ein Wald voller druidisch verhexter Gefahren liegt dazwischen. Also ist dies auch keine Lösung.

Bleibt also nur noch die Flucht oder das klärende Gespräch. Und da ist die Frage, ob man eben als Bittsteller auftritt oder als Praios-Verfechter fordert. Ich lasse es mal auf mich zukommen.

Zum letzten Thema:

Das CA ist primär ein Gesetzeswerk für Gilden, da nur ihnen das spezielle Gildenrecht zugesprochen wird und keiner anderen Zauberervereinigung, wie dem Hexenzirkel oder dem Salasandra. Für alle nicht Gildengebundenen Zauberkundigen gilt die weltliche- und bei schweren Verbrechen kirchliche Verurteilung entsprechend der Wirkung der Magie (Mord, Einbruch, Betrug ...).

Eine Regelung für nichtgildenzugehörige Zauberkundige wird es im CA also nicht geben, da bei ihnen das regionale Recht Anwendung findet, welches von Ort zu Ort wirklich unterschiedlich sein wird.

Chaogirdja

  09.02.2010, 16:12 - Beitrag
Zitat von Ulfson:
Eine Regelung für nichtgildenzugehörige Zauberkundige wird es im CA also nicht geben, da bei ihnen das regionale Recht Anwendung findet, welches von Ort zu Ort wirklich unterschiedlich sein wird.
Das ist wirklich nicht ganz richtig.
Der CA ist ein umfassendes Regal für Gesetzte die Magie betreffen.
Und ein nicht unerheblicher Teil davon, entfällt auf Definitionen von magischen Verbrechen, ihrer Aufklärung und Ahnung. Und ist somit durchaus auch für "nicht Gildenmagier" von Interesse.
Denn ein ordentliches Gericht, wird sich daran Orientieren (steht auch bei der Beschreibung des Codex in WdZ).
Der Großteil entfällt aber wohl wirklich auf die Gildenmagischen Bereiche. Und ist somit als "für die Gilden" zu werten.
Zumal der CA ja auch von ihnen gemacht wird....

Sorrior

  09.02.2010, 16:13 - Beitrag
Der CA gilt nur fuer die Gilde, allerdings wird er bei Margischen verbrechen gerne zurate gezogen.

D.h. er wird bei magischen verbrechen angewendet, wie es dort beschrieben ist. Sprich was ein Verbrechen ist. Allerdings nicht im bezug auf die Rechte etc.

Also ich versuche die Praioskirche so dazustellen, das sie sich auch ans Recht halten (ab und zu Ausnahmen von einzelnen Geweihten und Anhaengern mal abgesehen), d.h. sie versuchen das Recht durchzusetzen udn zu erhalten. das heisst auch sie verbrennen nicht einfach Druiden etc , sondern versuchen erst zu ermitteln und werden dann versuchen ein Ordentliches Gerichstverfahren hinzubekommen, was meistens nicht an ort und stelle geschehen kann. (er wird bei mir in dem Sinne keinen unterschied machen Zwischen Magier und nicht Gildenmagier, jedoch wird er gegenueber Nicht Gildenmagiern voreingenommener sein)
Er wird allerdings immer recht selbsbewusst und dominat auftreten, auch wenn er dabei evtl. auf ein paar Fuesse treten wird.
Ausgenommen sind davon die Bannstrahler, da die auch als Fanatiker beschrieben werden, hier ist die ausnahme eher der Liberale.

wernern

  09.02.2010, 17:35 - Beitrag
Zitat:
Bleibt also nur noch die Flucht oder das klärende Gespräch. Und da ist die Frage, ob man eben als Bittsteller auftritt oder als Praios-Verfechter fordert. Ich lasse es mal auf mich zukommen.
In dem Fall könnten dich jetzt hier sicher einige spoilern was es mit dem Druiden in "Die Einsiedlerin" auf sich hat. Aber ich glaube dass ist nicht unsere Aufgabe und auch nicht das was du willst.

Grundsätzlich gilt bei dieser Fragestellung natürlich dass du in dem Fall wohl doch besser als Bittsteller auftrittst. Nicht weil der Druide es verdient hat oder weil er so ein sympathischer Kerl ist... sondern weil du nicht die Macht hast um deine Forderungen (wenn du fordernd als Praiosverfechter auftrittst) durchzusetzen.
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