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Thema: Ist das Phexgefällig?


Andra

  05.02.2010, 00:20 - Beitrag
Die zwölfe zum Gruße!

Ich spiele eine Illusions-/ Einflussmagierin(also eher grau angehaucht) mit hohem Goldgier(7), aber genauso hohem Spielsucht(7) Wert, die wenn sie nach dem Spiel noch was übrig hat sich gerne auch Luxus göhnt... wenn sie sich natürlich auch ein kleines Polster zurücklegt.
Nach den Geboten von Hesinde, liegen ihr auch v.a. die Gebote von Phex am Herzen.. sie stammt aus einer Händler Familie.

Und nun zur eigentlichen Frage meinerseits.
Ist es Phexgefällig etwas Gold aus einer Kiste zu stehlen in der die fehlenden Dukaten aufgrund der hohen Summe nicht auffällt? ( Der NSC hat verdammt viel und ist zudem eh ein sehr finsterer Geselle)
Ist es ebenfalls Phexgefällig über Edelsteine einen Aureolus zu sprechen und so dem Händler wesentlich mehr Geld abzuknöpfen oder grenzt das schon an Betrug und wäre dementsprechend nichts was Phex dulden würde?
Und wie sieht es aus, wenn ich innerhalb eines Abenteuers etwas sehr wertvolles finde und es nicht oder aber nur zu einem kleinen Teil mit meiner Gruppe teile?

Wie kann sich meine Magierin phexgefällig verhalten... v.a. wenn sie ihre Magie einsetzt und was macht ihr anderen Phexgläubigen im Heldenalltag?

Andra

  05.02.2010, 00:26 - Beitrag
mir fällt direkt noch etwas ein...
Was ist mit Schummelei am Spieltisch? Mit einer Illusion ein anderes Würfelergebnis zu bekommen ist ja keine Kunst.
Hab ich bisher aber noch nie gemacht... vielleicht war aber auch die Spielsucht zu hoch um so einen Gedanken zu fassen. ;)
  05.02.2010, 00:40 - Beitrag
Phex ist der Gott des "Jagens", sein Widersacher der des "HabenWollen". Einen magisch unbegabten Händler mittes Magie zu betrügen ist nichts, was Phex beeindruckt, ebensowenig wie es Rondra beeindruckt, wenn ein Krieger mit dem Zweihänder gekonnt einem Bauern Knüppel und Arm abtrennt... (Bei einem Händler, der sich viel auf seine magischen Sicherungen einbildet, liegt die Sache schon GANZ anders)

"Beuteteilung" in der Gruppe ist hingegen ein ganz anderes Feld, was mehr "outgame" als "ingame" geregelt wird. Mein Charakter würde das tun! ist keine Begründung, seinen Mitspielern auf die Nerven zu gehen.

Ein Phexjünger liebt die Herausforderung und er hütet sich vor der Gier, die sein größter Feind ist.

C.Brotu

  05.02.2010, 00:54 - Beitrag
Ich glaube nicht, das ein Phexgeweihter den Betrug verurteilen würde. Schließlich soll man doch seine Fähigkeiten nützen, wozu auch eine magische Begabung zählt. Allerdings ist es auch nicht sonderlich phexgefällig, es sei denn, der Käufer ist eventuell selbst Trickbetrüger oder ähnliches, dann wurde er mit seinen eigenen Waffen geschlagen, hat Stil sowas :)
Also glaub ich, es ist eher "phexneutral".

Zum Gold stehlen, es ist zwar vielleicht auch keine Herausforderung, aber wer auf seinen Besitz nicht aufpasst, ist es auch nicht wert, ihn zu behalten.

Und wers findet, dem gehörts, obwohl es auch hier wahrscheinlich wieder stilvollere Lösungen gibt, die unterm Strich vielleicht sogar günstiger ausfallen ;)

Andra

  05.02.2010, 01:09 - Beitrag
Dann muß man sich aber auch fragen, ob ein Goldgieriger Charackter Phexgefällig sein kann?!

Das mit der Beuteteilung ist eigentlich auch geregelt in der Gruppe... aber dennoch kommt es halt mal in seltenen Fällen vor und da bin ich sicherlich nicht die einzige, die mal was heimlich verschwinden lässt...

Ich nehme sehr gerne weitere Tipps an, wie ich die kleine Phexgefälliger spielen kann... stehe da doch etwas auf dem schlauch...
Das mit der Herausforderung ist schonmal ein sehr guter Ansatz nach dem ich mich richten kann... aber was ist dann mit so einer Situation wie die der Goldkiste? Wir haben sie aufgebrochen um nach Beweisen zu suchen und was schillert uns entgegen? Rund 1000 Dukaten! Bei meinem hohen Goldgier Wert sollte ich doch eigentlich nichtmehr würfeln dürfen, was ich aber dennoch mit einer 3 bestätigt habe. Also hab ich mir ne gute Hand voll Münzen geklaut.
Die einzige Herausforderung war dann nur die Kiste wieder zu verschließen und sich nicht erwischen zu lassen, was aber bei der geringen Menge sehr unwahrscheinlich war.

Und so komme ich zu meiner Anfangsfrage zurück. Kann die Magierin mit ihren Werten überhaupt phexgefällig sein?

Zuckerfuechschen

  05.02.2010, 01:29 - Beitrag
Also so wie der erste Fall dargelegt wird scheint es sich um einen klaren Sicherheitsmangel zu handeln! Wenn er zudem noch genug Gold hat und auch eher zu denen Gehört, die es einen Dreck schert das nebenan Kinder verhungern, so ist dies durchaus Phexgefällig! Schließlich bettelt der NPC ja gerade darum erleichtert zu werden!
Zum Händler: Wenn dieser Wucher betreibt und/oder besonders raffgierig ist, so ist das absolut legitim und erwünscht. Sollte dies nicht der Fall sein, so frevelst du zwar nicht, aber eine allzu tolle Leistung wäre es nun nicht nen armen phextreuen Händler mit Magie reinzulegen...
Dann könntest du auch gleich einen Banbaladin zaubern und ihn bitten dir einen Teil seines Geldes zu geben. Ob das Niveau hat darfst du selbst entscheiden;o)
Was das teilen betrifft: denke dran, dass Spieler und Charakterwissen nur selte3n hundertprozentig getrennt sind;o) Legitim wäre es aber, dass du deine "Gebete" an Phex und Rahja (also die Würfeleien in den Spelunken und die Dirne am Abend)als Spesen absetzt, während du mit den "Gruppenressourcen" trotzdem einen Gewinn rausschlägst!
So macht das mein Geweihter, der zwar eine ziemlich diebische Elster ist (und mitunter auch vor der eigenen Gruppe nicht halt macht), aber irgendwie immer einen Vorteil für ALLE herausholt. Damit stellst du Charaktere und Spieler ruhig.
Beim würfeln ist es wie beim Händler: wenn er den armen eindeutig spielsüchtigen Bauern gerade dazu bringen will seine Familie zu setzen hat er ne Lektion verdient; wenn du bemerkst, dass ein anderer Spieler schummelt fordert er dich heraus und war augenscheinlich nicht gut genug! Dann wäre Zauberei sicher im Bereich des Legitimen (auch wenn es lustiger wäre ihn nur noch extrem gute Ergebnisse würfeln zu lassen;o) den Rest erledigen die anderen Mitspieler schon und er glaubt für seine Raffgier von Phex bestraft worden zu sein;o))

Allgemein kann man sagen, dass du Niemanden der es nicht wirklich drauf anlegt um seine Existenz bringst oder diese bedrohst; dass du einen geschlossenen Handel buchstabengetreu einzuhalten versuchst und dass deine Taten häufig etwas schelmisches haben...
Phex sei mit dir!
Zuckerfuechschen.

Zuckerfuechschen

  05.02.2010, 01:36 - Beitrag
Ps: Warum sollte ein Goldgieriger Charakter denn nicht phexgefällig sein können?
Ich sehe den Geiz als größere Sünde an! Wenn Phex dir ein paar heimatlose (oder eindeutig verwahrloste) Dukaten zukommen lässt, wieso solltest du dich ihrer nicht erbarmen und sie unter deine Fittiche nehmen? Solange du sie wieder ziehen lässt, wenn sie nach Freiheit rufen ist alles in Ordnung...

Martem

  05.02.2010, 02:20 - Beitrag
Ich würde davon abraten mit Illusionen Wertgegenstände vorzutäuschen. Der Goldglanz von Aureolus geht mit seinem sachten Schimmer (der auch im Dunkeln auszumachen ist) über den gewöhnlichen Goldschimmer hinaus und läßt sich von einem halbwegs erfahrenen Händler zumindest in Frage stellen.

Aureolus über Edelsteine? Ist das nicht eher ein Downgrade, da Edelsteine in der Regel mehr Wert sind als Gold? Mit der Variante Farbenglanz kann natürlich eine rubinrote Oberfläche erzeugt werden, aber ob diese einen Juwelier beeindruckt? Erstens entsteht ein eher ungewöhnlicher Glanz und zweitens bekommt der Juwelier sicher eine Probenerleichterung auf seine Sinnenschärfe Probe, wenn er eine Art Lupe zur Begutachtung verwendet :)

Solcher Art Illusionen wirken nur beeindruckend, nicht wertsteigernd, sonst würde schnell die Spielbalance gesprengt: mal eben einen juwelenbesetzten Wasweisich versetzt und mit 1000 Dukaten die Biege machen? Wohl kaum. Denn wenn das so leicht wäre, würde dieser Trick tausendfach von Zauberkundigen angewendet und jedermann wüsste Bescheid und man würde kaum noch darauf hineinfallen.

Phexgefällig wäre es sicherlich, wenn du ein illuionäres Replikat eines entwendeten Gegenstand erschaffst, um so den Diebstahl länger zu verheimlichen.
Oder wenn du den gierigen Piratenkapitän mit einer Kiste illusionären Golds ablenken könntest.
Aber einen gewöhnlichen Händler mit 3 AsP um hundert Dukaten zu erleichtern wäre wahrlich kein Kunststück.

Samael

  05.02.2010, 03:17 - Beitrag
Zitat:
Solcher Art Illusionen wirken nur beeindruckend, nicht wertsteigernd, sonst würde schnell die Spielbalance gesprengt: mal eben einen juwelenbesetzten Wasweisich versetzt und mit 1000 Dukaten die Biege machen?
Und? Ein Elementarist kann für läppische 4 AsP einen Stein für eine Woche in (echtes!) Gold verwandeln, bei genug ZfP* und ausreichend AsP sogar noch wesentlich weltvolleres Material oder wesentlich länger. Soviel zu der Spielbalance. Mit etwas Kreativität kann man ein halbes Duzend Zauber für solchen Betrug einsetzen, mit variablem Level von Erfolgswahrscheinlichkeit.

Nur irgendwann ist der Zauber halt vorbei und dann wird es für den Magier eng. Phexgefällig ist, das ganze so zu drehen, dass man nicht erkannt und in der nächsten Stadt aufgegriffen wird. Was beim Zeche prellen keinen interessiert (auch nicht Phex) wird bei dem großen Edelsteincoup schnell zu einem Gesucht 2 oder 3, mit relativ sicherem Rauswurf aus der Gilde und angenehmer Unterkunft bei den Praioten.

Und warum das nicht alle machen? Weil die wenigsten Magier das nötig haben. Den meisten geht es in der Akademie sehr gut mit einem entsprechend hohen Lebensstil. Die wenigen, die ihren Hintern vor die Tür schaffen sind sehr seltene Spezialisten, die für ihre Dienste entsprechend hohe Preise verlangen können, ohne dabei in jeder größeren Stadt nach Bannstrahlern Ausschau halten müssen.

Das es vielen Spielermagiern anders geht liegt primär daran, dass a) viele Spielleiter die Gruppe monetär lieber klein halten, b) es dank der Vielzahl an magisch begabten Gegnern ein verbreiteter Irrglaube ist, dass Magier an jeder Straßenecke stehen und ggf. gar ein Schild "Banne Dämonen für Essen" in der Hand halten und c) das Retten der Welt schon immer ein undankbarer und schlecht bezahlter Job war.

Noch ein spinner

  05.02.2010, 10:53 - Beitrag
Die Welt zu retten IST ein undankbarer und schlecht bezahlter Job...
Das ist Fakt, und keine Darstellung des Spielleiters...
aber nicht jeder Charackter ist auch ein Weltenretter...
eine Prinzessin vor einem drachen zu retten (ich weiß, übelstes Klischee) dürfte für jeden (außer für Zwerge für die es eigentlich Routine sein sollte) eine außergewöhnliche Leistung und wird dementsprechend bezahlt... und sei es mit dessen Hort...

Phexdan ibn Ruban

  05.02.2010, 11:41 - Beitrag
1. Das Gold aus der truhe ist mMn phexgefällig, schon alleine weil die entsrehcende erson das Gold hat und es sich nehmen lässt(bei dem einzelnen Dukaten eines Tagelöhners istdaswas anderes...).

2. Würde ich wie C. Brotu als neutral bezeichnen. PhexGEWEIHTE würden es wohl nicht tun, ein goldgieriger Magier...warum nicht?

3. Hängt zu einen von dem Gruppenzusammenhalt ab, ob mans überhaupt macht, prinzipell würde ich nie alles einbehalten, da die Freundschaft hier das bessere Geschäft für den Char ist.
Den 3 Gruppenmitglieder selbstlos die 6 Heller schenken, die man gefunden hat, den Silbertaler der daneben lag aber zu "vergessen" würde ich auch als phexsisch ansehen. Könnte allerdings nur bedingt funktionieren.

Ich denke das phexsische Spiel zeichnet sich durch das Suchen der Herausforderung, das Maß an Skrupellosigkeit (wie weit der Char geht um an Geld zu kommen) und dem ständigen Handel aus, so z.B.: "Also der Karawanenführer nimmt uns mit, dass einzige was wir dafür tun müssen ist seinen Cousin zu dessen Hochzeit zu begleiten. Damit wir das pünktlich schaffen müssen wir zwar noch Pferde auftreiben, aber ich kenne da jemanden, der gibt die uns, wenn wir ihm...usw."

Den letzten Aspekt kannst du wohl vernachlässigen, der dürfte für deine Magierin etwas weit gehen.

Anschließend: Die Magierin phexgefällig zu spielen ist auf jeden Fall gut, sie auch mal durch Tasfarelel(?) in Versuchung zu führen könnte wirklich spannend werden. ;)

Bingo

  05.02.2010, 12:02 - Beitrag
Also ich dachte immer, Phex und Gaunereien gehört zusammen wie Rondra und Kampf. Deshalb sind die meisten Phextempel ja geheim, damit nicht jeder Gardist den Laden hochnehmen kann. Beschränkt man die Gottheit auf Handel und legale Herausforderungen (wie es wohl Händler tun), wieso sollten dann aber viele Tempel geheim sein??

Und Goldgier ist zweifellos eine passende Eigenschaft, aber ein phexgefälliger Nicht-nur-Händler stiehlt nunmal, wenn ers braucht oder die Gelegenheit hat. Ob er nun goldgierig ist oder nicht. Deshalb muss man da nicht unbedingt einen Zusammenhang sehen.

Um der Goldgier als schlechter Eigenschaft gerecht zu werden, würd ich sie eher verwenden, um den Held in Situationen zu bringen, die einem gewöhnlichen Dieb (also einem nicht-goldgierigen) schon zu riskant wären. Quasi als Vernunft-Aus-Schalter.

FAZIT: Was und wieviel jemand klaut, muss nicht an der Goldgier hängen. Was derjenige dabei für ein Risiko eingeht dafür umso mehr. Um bei allem Phexgefällig zu bleiben, denk einfach an Robin Hood. ;)

Bingo

  05.02.2010, 12:13 - Beitrag
NACHTRAG

ups, hab ich doch glatt vergessen, den Magier zu erwähnen.

Also je nach Gilde, würd ich mal sagen, dass die Herren Magister wohl wenig begeistert wären, wenn sie von deinen "phexgefälligen" Taten hören. Wie es mit den schwarzen aussieht, weiß ich nicht so recht, von den weißen solltest du dich auf jeden Fall fern halten, wenn du durch Magie zu Reichtum gelangst und die Grauen sind wohl noch die tolerantesten. Gut für dich, dass du wohl auch dort Mitglied bist. Dass sie dich deshalb nicht bestrafen, ist aber dennoch eher unwahrscheinlich.

Aber: Solange du als Spieler bereit bist, das Risiko zu tragen und die Konsequenzen (falls sie dich entlarven) zu erdulden, dann finde ich, solltest du dich ruhig austoben. Schließlich steckt in jedem ein kleiner Teufel, warum nicht auch in jedem Aventurier?!
Und als Meister würde ich deswegen jetz keinen Helden aufs Schafott schicken... ;)

Bingo

  05.02.2010, 12:30 - Beitrag
Gibts doch gar nicht. Vielleicht sollt ich mal genauer lesen lernen...

Noch was: Die eigenen Gefährten hinters Licht zu führen ist natürlich möglich, aber bei uns hat es sich von selbst so eingebürgert, dass sich unsere Helden immer mehr vertrauen, je länger sie zusammen unterwegs sind. Der Streuner hat also die ersten paar Abenteuer vielleicht mal versucht, sich an meinem Krieger zu bereichern, doch nach inzwischen 10 Jahren sind wir wie Pech und Schwefel. Wir vertrauen uns und können uns auch aufeinander verlassen. Was für den Krieger selbsterständlich ist, sieht der Streuner eben als Freundschaftsdienst, Ganovenehre oder was auch immer.

Dass man sich bei vielen Goldstücken vielleicht mal um ein oder zwei verzählt, kann ja passieren, aber wenn ihr länger zusammen gespielt habt, würd ich die Gefährten nicht mehr so heftig über den Tisch ziehen. Das zerstört nur die Heldenfreundschaft. Da würd meiner Streunerfreund von mir ne ordentliche Tracht Prügel kriegen...

Was machen Phexgefällige im Alltag?
Nun, der Streuner betrügt beim Spiel, stapelt auf Hochzeitsbällen hoch, überredet wie ein Weltmeister, bricht ein, bricht aus, schneidet Beutel, klaut aus Taschen, klaut Taschen, das übliche halt. Inzwischen hat er sich schon einen Namen gemacht in der Unterwelt und nimmt nur noch wirklich herausfordernde große Coups in Angriff. Kann sichs inzwischen leisten, sich nicht mehr mit kleinen Gaunereien anzugeben..
Nur langfristige Freunde sind sicher vor ihm.

So, hoffentlich gibt dir das ne "Tendenz"...
  05.02.2010, 14:17 - Beitrag
Hm...bei ner mißlungenen Goldgier-Probe hätte ich meinen Charakter in der Situation sich die Taschen so voll stopfen lassen, wie es nur geht...

Grundsätzlich zu phexgefällig...solange Du mit Deinen Gaunereien niemanden umbringst oder in ernste Gefahr bringst, ist das völlig in Ordnung...

Als Illusionsspruch um Wert vorzugaukeln eignet sich übrigens der Favilludo in Modifikation hervorragend...

Wodrik

  05.02.2010, 15:37 - Beitrag
Zitat:
Ist es Phexgefällig etwas Gold aus einer Kiste zu stehlen in der die fehlenden Dukaten aufgrund der hohen Summe nicht auffällt? ( Der NSC hat verdammt viel und ist zudem eh ein sehr finsterer Geselle)
Ist es ebenfalls Phexgefällig über Edelsteine einen Aureolus zu sprechen und so dem Händler wesentlich mehr Geld abzuknöpfen oder grenzt das schon an Betrug und wäre dementsprechend nichts was Phex dulden würde?
Es sicherlich phexgefällig, aber auch keine phexische Heldentat. Der Anspruch bzw das Risiko ist sehr gering. Phexens wohlwollender Blick trifft die Wagemutigen und die die wissen wann es genug ist.
Zitat:
Und wie sieht es aus, wenn ich innerhalb eines Abenteuers etwas sehr wertvolles finde und es nicht oder aber nur zu einem kleinen Teil mit meiner Gruppe teile?
Jemanden zu bestehlen der einem vertraut empfinde ich nicht als phexgefällig. Das ist Vertrauensmissbrauch oder schlicht Verrat.
Ein Dieb der die Gruppe bestiehlt würde ich einfach verstossen oder umklatschen.

Gruss

Wodrik

Andra

  05.02.2010, 20:04 - Beitrag
Puh da hat sich ja einiges getan und wie ich sehe gehen die Meinungen doch recht weit auseinander ob mein Handeln phexgefällig war oder nicht.
Schwierig schwierig...

Ich arbeite mich mal durch ;)

@Martem Der Aureolus in Variente Farbenglanz kann eine Oberfläche nach Belieben auch silbern, kristallen, opalgleich sowie jede erdenkbare Farbe erstellt werden... obs eine Erleichterung für den Händler gab, glaube ich nicht, denn mein SL hat es zugelassen und das obwohl er immer sehr knauserig mit uns ist. Ich hab auch nur 20D mehr bekommen und bin sicherlich nicht mit 1000D abgerauscht... das wäre doch etwas heftig.
Zudem bin ich nicht in meiner Gestalt zu dem Händler gegangen, sondern habe etwas normales angezogen und mir ein anderes Gesicht gezaubert... ein Gesucht schließe ich daher dann doch aus ;)

Das mit dem illusionären Replikat finde ich sehr interessant und lässt sich doch sicher gut in Abenteuer integrieren, wenn wir mal nem Bösewicht etwas entwenden möchten, ohne dass er uns direkt hinterher rennt.

@Samael
Du hast es eigentlich auf den Punkt getroffen... ein Spielermagier und generell Helden haben halt nicht die Möglichkeit im Heldenleben das große Geld zu verdienen und das wenige was man hat, zieht der SL einem durch Reisekosten und Übernachtungen ab.
@Noch ein Spinner aber mal im ernst... wie oft bekommen Helden die Möglichkeit zu so einem Superclou und schwimmen danach im Geld? Wozu auch? Was für einen Grund hätten sie dann noch um Abenteuer zu bestehen? Langeweile? ;)

@Phexdan
zu 3. Der Gruppenzusammenhalt ist eigentlich sehr eng und jeder würde im Notfall den anderen mit seinem Leben verteidigen... aber dennoch gibt es immer genug spannungen zwischen den Charackteren, da die durchaus sehr gegensätzliche Charackteren verständlicherweise auch verschiedene Ansichten haben. So haben wir sehr weiß bis sehr dunkelgrau angehauchte Characktere und während die Rondragefällige Kriegerin niemals einem Gegner in den Rücken, oder zu zweit auf jemanden einschlagen würde, so haben der Zwerg und die beiden Magier der Runde kein Problem damit so etwas zu tun.
Wenn die Runde Waffen findet, dann bekommt sie der, der sie gebrauchen kann. Wenn die Magier Bücher finden, dann wandern sie auch in ihre Hände.. egal wie wertvoll sie sind.

Das meine Magierin etwas unterschlagen hat, kam auch nur einmal vor... aber da wars dann aber auch Arkanium im Wert von ein paar hundert Dukaten *hüstel*, die sie sich hat in ihren neuen Magierstab einbauen lassen(nachdem der erste leider kaputt gegangen ist)... sie weiß noch nichtmal, obs ihr wirklich was gebracht hat.
Aber fair war es sicherlich nicht der Gruppe gegenüber... geschah danach ja auch nichtmehr. :/

zum letzten Punkt... Beim Spiel hat sie noch nie betrogen, aber dass wäre irgendwie auch nicht passend denke ich. Sie ist da einfach im Spiel gefangen und kann da eigentlich vor lauter Sucht schon kaum aufhören... entweder weil sie gerade eine Glückssträhne hat, oder aber sie hat soviel Geld verloren und wills zurückgewinnen. Da kams dann auch schon oft genug vor, dass sie 100D an einem Abend los und somit blank war.

in Bezug auf Tasfarel... meine Magierin hasst nichts mehr als Dämonen und will nichts mit ihnen zu tun haben, außer sie zu bekämpfen. Tasfarel müsste sie dann schon sehr geschickt um den Finger wickeln... mal sehen ;)

@Bingo Meine Magierin ist in der grauen Gilde und hat ihr Zweitstudium an einer schwarzen Akademie gemacht (hat aber nicht gewechselt).


@Gruffel Danke für deinen Tipp mit dem Favilludo... das hab ich wohl überlesen in der Beschreibung.

Was ich mir von euch allen zu Herzen nehmen will, ist die Betonung auf die Herausforderung! Ich möchte mich vielmals für eure verschiedenen Sichtweisen und hilfreichen Hinweise bedanken!
Ich werde auch nochmal mit meinem SL reden und um seine Meinung bitten, auch in Bezug auf die bereits Geschehenen Taten meinerseits.
  05.02.2010, 21:32 - Beitrag
Ich glaube, meine Meinung zu Phex ist eine ziemlich seichte, aber vllt liege ich damit gar nicht so schlecht:
Phex ist der Gott der Einkommensumverteilung und des Feilschens. Also kurz gesagt: Der Gott des Alles-Ist-Erlaubt-Wenns-Nur-Gut-begründet-Ist...
Dein Charakter will phexgefällig stehlen? Nun, dann wird er auch die phexgefälligen Motive dafür haben. Sei es in Umlauf bringen von gehortetem Geld oder Einkommensumverteilung von Reich zu Arm. Es wird eben innerlich mit Phex ausgehandelt. Absolut unphexische Sachen gibt es nicht. Schließlich haben Phexgeweihte auch keine Mirakel-Minus-Talente, solange sie den Einsatz gut rechtfertigen.
Und Goldgier heißt nicht, dass man das Gold behalten will. Man sollte es natürlich auch nicht komplett zum eigenen Nutzen verwenden, aber Phexdiener sind nciht umsonst häufig flüssiger bei kasse als alle anderen Geweihten.

Gruß, Runenweber

Sordan von Garlischgrötz

  06.02.2010, 03:52 - Beitrag
Zitat von Gruffel:
Grundsätzlich zu phexgefällig...solange Du mit Deinen Gaunereien niemanden umbringst oder in ernste Gefahr bringst, ist das völlig in Ordnung...
Ein garethische Phexgeweihter würde das so sehn. Warst du schon mal in Fasar? Und vergiss nicht: Rondra ist nicht die Göttin des Krieges. Und wessen Sternenwall stellt die erste Lienie im großen Krieg?

Aber zum Thema: Das meiste was Menschen so im Alltag tun ist den Göttern einfach egal. Klar gibt es Handlungen, die eher mit dem ein oder anderen Gott hamonieren als mit einem anderen, aber was wirklich einem Gott gefällig ist versuchen die Mystiker Aventuriens seit je her zuergründen.
Zitat von Andra:
oder grenzt das schon an Betrug und wäre dementsprechend nichts was Phex dulden würde?
Dulden würde das sogar Prajos! Was Götter nicht dulden findest du unter den Schlagworten wie "Mal des Frevlers" und ähnlichem. Die Frage ist doch, ob dein Betrug phexgefällig ist. Meine Antwort ist: Nein! Dafür ist er einfach zu banal.
Genau so gut könntest du fragen: Ist es perainegefällig den Stall auszumissten.

Warum willst du eigentlich wissen, ob deine Handlungen göttergefällig sind?

Rondal von Donnerbach

  06.02.2010, 07:36 - Beitrag
@Andra: Du erwähnst, dass eure Helden wenig Geld haben. Dies muss jedoch nicht die Regel sein. In meiner Gruppe haben die Helden ein eigenes Haus und verdienen auch gar nicht schlecht. Sie können zwar auch nicht mit Dukaten umsich werfen, aber auf etwas sparen dauert nicht zu lange.
So sind sie sogar ab und an bereit mal eine Heldentat ohne Vergütung zu machen.

Al'Anfaner Magus

  06.02.2010, 11:23 - Beitrag
Zitat:
Dann könntest du auch gleich einen Banbaladin zaubern und ihn bitten dir einen Teil seines Geldes zu geben. Ob das Niveau hat darfst du selbst entscheiden
Vergiss nicht, dass Feqz auch der Gott der Magie ist. Und wenn jemandes Willen nicht stark genug (lies: seine Magieresistenz zu niedrig) ist, dann hat er eben Pech gehabt. Wenn er darüber hinaus auch noch recht schurkisch ist, dann ist das umso besser.
Zudem kommt es auch darauf an, was man selbst mit den Dukaten macht: Wer sie nur für sich ausgibt (und womöglich als Feqz-Gläubiger nicht einmal einen Neunt dem Listigen Gott gibt) oder alles für sich behält, bis er am Ende seine 2150 Dukaten auf dem Konto hat...
Gerade Illusionsmagie halte ich durchaus für feqz-gefällig. Je nach dem Können des Magus bestimmt sich die Realitätsdichte, die gegnerischen Sinnesschärfe-Proben erst einmal standhalten muss (und zumindest so misstrauisch sollte man jemandem gegenüber sein, der Edelsteine verkauft und womöglich nicht gerade professionell aussieht - Stichwort: "Sich verkleiden"). Es ist ja nicht so, als wäre es keine Arbeit, den Zauber richtig zu wirken. Und wie bereits angedeutet, ist das nicht die einzige Vorkehrung, die man zu treffen hat. Ohne Überredungskunst und Grundkenntnisse der Betrügerei dürfte die Aktion nicht funktionieren. Ein Juwelier ist schließlich nicht auf den Kopf gefallen und kauft alles, nur weil es kristallen glänzt.
Außerdem kann man dem Juwelier so seine Wissenslücken bezüglich der Illusionsmagie offenbaren, auf dass ihm das kein zweites Mal passiert (und er womöglich einem Täter zum Opfer fällt, der noch viel Schurkischeres im Sinne hat).

Lederkopp

  06.02.2010, 13:00 - Beitrag
Ist es phexgefällig ne olle Oma in den Arsch zu treten und ihren Geldbeutel nebst aventurischem Perso zu klauen?

Andra

  06.02.2010, 13:10 - Beitrag
@sordan
Gegenfrage. Warum soll ich nicht wissen wollen, was göttergefällig ist? Schließlich ist meine Magierin eine Heldin im Kampf gegen das Böse.

Ich merk schon, dass es einfach nicht eindeutig ist. Dafür habt ihr alle zu unterschiedliche Ansichten, was aber vielleicht auch darin begründet liegt, das die Gebote von Phex einfach sehr schwammig sind.
Generell sind Gebote aber vielleicht auch einfach Auslegungssache, ob das so richtig ist, ist ne andere Frage. Das gleiche haben wir ja auch mit Religionen in der realen Welt. Schließlich kann man die Bibel für sich selber auch anders deuten, oder aber nur bestimmte Gebote einhalten. Ob man dann aber in den "Himmel" kommt steht auf einem anderen Blatt.

@Al´Anfarner
Wie meinst du das mit der Offenbarung dem Juwelier gegenüber? Das er hinterher merkt was passiert ist und es ihm so kein zweites Mal widerfährt?

Andra

  06.02.2010, 13:12 - Beitrag
@ Lederkopp
Nein, aber das würde ich auch nicht machen.
Die Frage ist ja nur wo man die Grenze ziehen kann und muß.

Rondal von Donnerbach

  06.02.2010, 16:46 - Beitrag
Hmm, ich geb meine Meinung auch noch einmal kund, eventuell hilft es ja.
Es wird immer wieder beschrieben, das Phex ein Gott ist welchem an Taten mehr gelegen ist als am Ergebnis.
Mal theoretisches Beispiel:
Ein superreicher Blinder, welchen du beklaust und schon Reich bist.
Die Tat selber war, wie einem Baby den Lutscher klauen, das Ergebnis zufrieden stellend.
Für Phex jedoch ist dies eher minderwertig, denn du musstest dich nicht dafür anstrengen.
Ein bettelarmer Magier im super gesicherten Turm.
Wenn du es hier schaffst dem Magier seine frischen Socken zu klauen, Geld hat er ja nicht, dann ist diese Tat bemerkenswert, auch wenn das Ergebnis, naja, du hast halt frische Socken.
Hier würde Phex wohl gerne zuschauen, denn es erforderte eine Menge Einsatz auch wenn das Ergebnis eher mau ist.
Im Gegensatz zum Erzdämon, welcher nicht die Taten sondern einfach nur das "Ich habe es verdient alles zu bekommen" im Vordergrund stellt, egal wie.

Gib deinen Charakter doch ein wenig einen Zwiestreit, indem du wie gesagt Rubine teurer verkaufst, dann feststellst, dass es zu einfach warst und einige zurück gibst oder aber spendest.
Eben so mit Gold welches die Gruppe bekommt, einfach zu verheimlichen und einsacken ist nicht aufwändig, aber es ihnen wieder abzunehmen durch Spiel, Diebstahl oder anderes schon eher.
Zumindest ich würde es so machen, an der Tat bemessen, ob es Phex gefallen haben könnte oder nicht und man weiß auch nicht immer, wie schwer so etwas nun wird.
Ein wenig Reue bei einer sehr einfachen Tat bringt da auch noch Flair dazu, insbesondere, wenn man den Charakter manchmal ein wenig mehr goldgierig sein lässt und damit aufpassen muss um nicht in Richtung des Erzdämons abzudriften.

Aber wie gesagt es ist meine Meinung, aber was du unbedingt beachten solltest ist, gerade bei der Gruppenkasse, das ihr alle damit klar kommt, wenn du das Meißte erhälst.
Denn zu sagen, "Mein Charakter ist so!" mag wahr sein, bringt aber eher Frust denn Lust auf das Rollenspiel.

Andra

  08.02.2010, 23:31 - Beitrag
@Rondal
Danke für deine Ansicht und weitere Ideen! Ich habe die Tage auch noch ein interessantes Hörspiel mit einem Phexgeweihten verfolgt, der durchaus magische Tränke nebst seinen Liturgien einsetzte. Seine Art fand ich auch sehr spannend. So mehr ich mich mit dem Thema auseinander setze, desto mehr hätte ich schon fast Lust eine Phexgeweihte zu spielen. ;) Die überlebenschance in der G7 ist ja eh sehr gering und im Notfall hätte ich gleich ne Charackteridee... wobei ich schon hoffe, dass mir meine Magierin erhalten bleibt. *daumendrück*

Ich hab mich gefragt, was für reale Beispiele es an Hochstaplern und Betrügern gibt, deren Taten man vielleicht als Idee auf DSA übertragen könnte. Kennt da vielleicht wer bekannte vielleicht auch historische Berühmtheiten?

Meine Gruppe werd ich nichtmehr hintergehen, denn damals tat mir das eigentlich schon sehr leid und natürlich hast du Recht, dass dies auf Dauer nur Frust bringt.
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